CD Review: Kreator – Phantom Antichrist

Hallo zusammen

Über einen Monat ist es bereits her, da brachten die deutschen Thrash Metal Helden „Kreator“ ihr 13. Studioalbum heraus. Es wird also Zeit, sich etwas genauer mit dem Album auseinanderzusetzen.

Kreator

Das Intro „Mars Mantra“ geht nahtlos in den Titelsong „Phantom Antichrist“ über. Sogleich wird mit brachialem Sound losgelegt. Bereits nach wenigen Sekunden bekommt man  Thrash Metal vom allerfeinsten geboten. Das Schlagzeug bahnt sich unaufhaltsam seinen Weg durch den Song. Natürlich bieten aber auch die Gitarren sehr gelungene Riffs und ziehen vor allem mit den Solis die Aufmerksamkeit auf sich. Mit präzisen Gitarrenriffs geht es in die nächste Runde. Auch im Hintergrund von „Death To The World“ hämmert das Schlagzeug im typischen Thrash Metal Style los. Was an dieser Stelle auch nicht unerwähnt bleiben soll, ist das enorme Tempo, das „Kreator“ bei den vergangenen zwei Songs an den Tag gelegt haben. Mit klassischem Heavy Metal, der ein wenig an die Band Iron Maiden erinnert, wird „From Flood Into Fire“ eingeleitet.  Das Tempo wurde dann auch ein wenig nach unten geschraubt. Der Track wirkt deutlich schwerer als noch die ersten beiden. Nach etwas mehr als der Hälfte des Songs folgt eine Bridge, mit sehr gemässigtem Tempo und einer verzerrten Stimme. Danach geben die Gitarren mit einem Solo noch einmal alles und machen den Song zum Schluss noch einmal richtig spannend. „Civilisation Collapse“ besticht abermals durch sehr präzise gespielte Gitarrenriffs gemischt mit einer guten Prise Geschwindigkeit, Solis, dem extrem kraftvoll hämmernden Schlagzeug und der aggressiven Stimme von Sänger und Gitarrist Miland Petrozza. Nach dieser geballten Ladung Thrash erwartet man natürlich auch zu Beginn von „United In Hate“ volle Power. Umso mehr waren wir erstaunt, als uns plötzlich Akustikgitarrenklänge aus den Boxen entgegen schallen. Aber keine Angst, die ruhigen Klänge sind lediglich die buchstäbliche Ruhe vor dem Sturm. Denn natürlich handelt es sich auch bei „United In Hate“ um ein gutes Stück Thrash Metal. Das Lied würde sich sicherlich gut eignen, um live gespielt zu werden. Mit „We Are Legion, We Are Legion United In Hate“ besitz der Track nämlich einen Part, der sich prima zum mitsingen eignen würde. Zu Beginn von „Your Heaven My Hell“ geht es noch einmal ruhiger zu und her. Für einmal setzt man für kürze Zeit auf Sprechgesang. Nach zwei Minuten ist es mit der Ruhe dann aber auch schon wieder vorüber und für die nächsten vier Minuten regiert dann wieder brachialer Sound. Mit dem zweitletzten Song, „Victory Will Come“, machen „Kreator“ dem Thrash Metal noch einmal alle Ehre.  Zudem überzeugen sie abermals mit einem grandiosen Riffing, hoher Geschwindigkeit und Solis. Ganz zum Schluss des Albums wird es dann mit dem letzten Song namens „Until Our Paths Cross Again“ deutlich weniger thrashig. Man lässt das Album im Vergleich zu den bisherigen Songs gerade zu ruhig und mit klassischem Heavy Metal ausklingen.

Kreator - Phantom Antichrist (Album-Cover)

Fazit: Das Album „Phantom Antichrist“ von „Kreator“ ist ein Paradebeispiel für guten und soliden Thrash Metal. Vor allem zu Beginn lockert man die Songs jeweils mit klassischen Heavy Metal Parts auf. Das einzig schade ist, dass insgesamt betrachtet, sich die Riffs von Song zu Song zum Teil zu wenig voneinander unterscheiden. Trotzdem verdient das Album die Note 5.5 (Maximalnote wäre 6).

Mit freundlichen Grüssen

Martin Schneider


Das Wichtigste in Kürze:
Band: Kreator
Genre: Thrash Metal
Album: Phantom Antichrist
Note: 5.5

Trackliste:
1. Mars Mantra
2. Phantom Antichrist
3. Death To The World
4. From Flood Into Fire
5. Civilization Collapse
6. United In Hate
7. The Few, The Proud The Broken
8. Your Heaven My Hell
9. Victory Will Come
10. Until Our Paths Cross Again

 

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